

Art Works, Iittala
→ Harri Koskinen
Designer
Was hat es mit den Art-Works-Stücken auf sich?Die Art Collection von Iittala hat eine lange Tradition. Die letzte Serie datiert vom Jahr 2000; ich habe bereits damals einzelne Stücke designt. Nach neun Jahren startete man dieses Jahr eine neue Serie. Ich bin der erste Designer, den man dafür anfragte, das ist eine grosse Ehre für mich.
Was bedeutet Ihnen das Material Glas?
Während meines Designstudiums verbrachte ich 1996 den Sommer als Praktikant in einem Schwesterbetrieb von Iittala. Nach dem Studium wurde ich von Iittala als Hausdesigner angeheuert: Das war meine erste Position in der Design-industrie. Mich fasziniert Glas wegen seiner Flexibilität und seiner Affinität zu traditionellen Handwerkstechniken. Ich habe eng mit den Handwerkern zusammengearbeitet.
Was war Ihre Inspiration für die Stücke?
1996 entwarf ich die Schale «Jalusta»; damals war die Produktion schwierig. Ich habe versucht, dort anzusetzen und das Thema weiterzuentwickeln. Die Stücke sollten funktional sein und dennoch wie kleine Skulpturen.
Koskinen erhielt am 4. November den «Torsten und Wanja Söderberg Award 2009».
www.iittala.com, www.harrikoskinen.com

Der Jurysieger
Das Bauchhaus
Die Jury des IdealesHEIM Architekturpreises kürte ein Haus von Luca Selva Architekten zum Sieger. Unauffällig und doch autonom behauptet sich das Haus mit dem Schieferkleid in der Landschaft.
Schlichter Gesamteindruck: Dach und Fassade bilden über die einheitliche Materialisierung einen Körper.

Mittlere Leere: Der Wohnraum lebt durch die spannungsreichen Geometrien im Inneren.
Fotos: Roger Frei

Holland
Design & Dichte
In den Niederlanden ist die Bevölkerung so dicht wie die Leistung der Kreativindustrie. Denn in diesem weitgehend von Menschen gemachten Land ist nichts natürlicher als Gestaltung.
> In Utrecht an die Social-Design-Biennale
> Im Gespräch mit Label-Chefs
> Übernachten bei Designern
> Spannende Ideen aus der „Randstad“
Passioniert: Gjalt Pilat, Gründer des Labels Pilat & Pilat. Heute designt auch seine Tochter, und zwar Kindermöbel.

Bei Designers übernachten
In der Herberge „de Waard“, abgelegen im friesischen Ternaard, kann man den Massivholz-Stil des Labels Pilat & Pilat hautnah erleben. www.pilat.nl

Z. B. Montis: Stimmungen zwischen Jugendlichkeit und cooler Konvention. Erfolgsmodell «Lazy Bastard», sozusagen ein Sitzsack auf Beinen. monis.nl

Z. B. Leolux:
Rheinische Lebenslust aus dem Osten der Niederlande.
Knubbel: «Pallone» ist seit 20 Jahren ein Bestseller im Leolux-Sortiment.
www.leolux.com
Ausführlich im PDF-Format =>

Genussvoll wohnen.
Zwei überzeugte Idealisten haben ein denkmalgeschütztes Haus in der Berner Altstadt erworben und vier Apartments mit Hotelcharakter eingerichtet, die ihre Temporärbewohner auf Zeitreise schicken. Hier möchte man länger wohnen bleiben.
Das Wohnzimmer verfügt über die originale Täfelung aus dem 17. Jahrhundert und ein Buchen-Fischgratparkett aus den 1920er-Jahren. (Sideboard: Wogg; Hocker: Globus; Sessel: Swedese)

Die schlichte Sandsteinfassade stammt von etwa 1700. Das Haus ist gerade mal vier Meter breit, dafür 16 Meter tief.
Fotos: Martin Guggisberg

Jurysieger
Ice Age in Luzern
Gus Wüstemann hat die Jury bei der Premiere des Designpreises „Das Beste Schweizer Bad“ überzeugt. Der Architekt verwandelte eine alte Dachwohnung in einen hypermodernen Loft mit Gletscherlandschaft.
Küche als Skulptur: Die Kochelemente sind gut getarnt und werden erst bei Gebrauch hervorgezaubert.

Einladend: Hinter dem Vorhang, der über die ganze Länge der Wohnung gezogen werden kann, versteckt sich ein intimer Loungebereich.
Fotos: Bruno Helbling

Spezial
Feuer & Flamme
Ein knisterndes Feuerspiel bringt Wohlgefühl und zaubert Atmosphäre in den Wohnraum. Damit das Umweltgewissen nicht stört, sollte man öfen und Cheminée-Modelle auf den neusten Stand der Technik bringen.
«Globe»: Die Feuerkugel wird mit Ethanol betrieben und ist 360 Grad drehbar – ein echter Hingucker. www.vauni.com

«Argali»: Seltenes und kapitales Horn wird zum edlen Kerzenständer. www.id9.ch