

Kaufleuten Hof
Virginia Maissen und Elvira Borbély („Gustave“) haben die Räumlichkeiten neu gestaltet.
Was war der Grundgedanke für das neue Konzept?
Die Kaufleuten Lounge heisst neu Kaufleuten Hof und soll eine «British Bohemian»-Klub-Stimmung zitieren. Man soll sich darin wie daheim fühlen. Der Raum dient ja gleichzeitig als Restaurant, Apéro-Ort und Klub. Es war deswegen wichtig, das Interieur flexibel zu gestalten.
Woher stammen die Einrichtungsstücke?
Viele Gastrobetriebe bestellen ihre Einrichtung aus Katalogen. Dieser einheitliche und langweilige Look passt aber nicht zum Kaufleuten; wir wollten etwas Eigenwilliges. Vieles – wie die Patchwork-Puffer oder die Tapeten – haben wir deshalb selber entworfen. Wir haben diese Stücke dann mit Vintage-Möbeln, die wir in Zürcher Secondhandshops gefunden haben, gemischt.

Wie kam Ihr Büro „Gustave“ zustande?
Wir waren beide lange in der Modebranche tätig und sind als Innendekorateurinnen Quereinsteigerinnen. Wir haben mit Einrichtungskonzepten für Hotels angefangen und haben bereits neue Projektanfragen für Raumgestaltungen.
British Bohemian: Die Puffer, die Möblierung und die Tapeten haben die beiden Gestalterinnen selber entworfen. www.gustave.ch, www.kaufleuten.com

Göteborg
Nordische Idylle
Für eine kleine Familie mit ebensolchem Budget baute Architekt Henrik Schulz eine überraschend grosszügige Villa nur 15 Minuten vom Stadtzentrum.
Waldrand: Auf der Terrasse finden grosse Empfänge statt. Lounger: «Natal Light» von Wim Segers/Tribu.

Variiert: Skulpturen Eva Hild, Racks «Libri» von Swedese,
Tisch «Newton» von Karl Andersson & Söner AB.
Fotos: James Silverman

Samedan Familienturm
Ein schmales, hoch aufgeschossenes Holzhaus sorgt am Bahnhof von Samedan für Aufsehen. Architekt Patrick Blarer hat hier auf einer als unbebaubar geltenden Restparzelle für seine Familie den Traum vom offenen Wohnen verwirklicht.
Enge Platzverhältnisse: Anstelle eines Holzhauses von 1905 erstrahlt nun der Entwurf von Patrick Blarer.

Offener Grundriss: In der ersten Etage sind die Übergänge von Küche zum Ess- und Wohnbereich fliessend. (Küchenmöbel: Forster; Armatur: Arwa;Hängeleuchte: Ribag)
Fotos: Jürg Zimmermann

Belgien
Denk-Werk
Eingepfercht in einer uniformen Häuserzeile, erregt eine Glasfassade mit tiefen Einblicken Aufmerksamkeit. Der Architekt Bassam El Okeily kreierte für ein kunstverrücktes Ehepaar eine aussergewöhnliche Wohnwelt.
Offengelegt: Das Haus liegt im beschaulichen Bilzen, Belgien, und ist nur gerade 5,30 Meter breit.

Lichtvoll: Sofa und Poufs sind von Hella Jongerius (Vitra) und setzen markante Farbtupfer.
Fotos: Tim van de Velde

Basel
Leben mit Kunst
Aussen in würdevolles Weiss getaucht, den Grünraum umfassend, innen eine abstrakte Raumskulptur - das Haus von Luca Selva widerspiegelt die Leidenschaft der Bewohner.
Fliessende übergänge: Der zweistöckige Baukörper umfasst im Südwesten die Gartenanlage mit Pool.

Inszeniert: Das Innere des Hauses konzipierten die Architekten als abstrakte Raumskulptur.
Fotos: Ruedi Walti

Spezial
Bodenhaftung
Diese Saison mischen Bodenbelag-Hersteller in der Modeszene mit. Das neue Prinzip heisst „Floor goes Fashion“, weshalb Couturier-Grössen wie der britische Designer Paul Smith ab sofort auch in Ihrem Haus Boden gutmachen.
Bolon: An der diesjährigen Möbelmesse in Stockholm hat Paul Smith den «Guest of Honour»-Stand mit Bolon-Böden gestaltet. www.bolon.se

Bodenkunst
Gilbert Gretterbauer
Die spannenden Werke des Wiener Künstlers werden in der Manufaktur von Tai Ping in Hongkong auf höchstem Niveau realisiert.
Vernetzt: Bretterbauer-Arbeit für die Galerie Franziska Kessler, gut sichtbar die dreidimensionale Struktur. www.gilbertbretterbauer.net