Highlights

Archithema:Highlights

Highlights aus der aktuellen Ausgabe von WÄRME:

 

 

Winterfreuden
Zahlreiche schöne Dinge versüssen uns die kalte Jahreszeit. Ob bei Aktivitäten im Schnee oder während gemütlicher Stunden daheim, der Winter hält viele Glücksmomente bereit!

Spendet warmes Licht: die handgestrickte Hängeleuchte «Granny» aus Schafswolle. Durch die Verwendung von dicker Wolle entsteht eine grobe Struktur mit gemütlicher Ausstrahlung. www.casamania.it

Strick ist in! Auch für Espressotassen. Aus der «Laine Blanche»-Linie mit dem realistisch wirkenden Strickdekor gibt es zudem eine Teekanne, Becher, Schälchen, Dessertteller und mehr.
www.asa-selection.com

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Umhüllter Raum

Potsdam

Umgarnt von historischen Gebäuden und viel Grün, steht in Potsdam eine kompakte Wohnbox eines Berliner Architektenteams. Hinter der geheimnisvollen Gewebefassade steckt ein ausgeklügelter Raum, der Wohnen und Arbeiten miteinander verbindet.

Nur einen Steinwurf entfernt von dem grössten und ältesten Englischen Landschaftsgarten auf dem europäischen Kontinent, dem Neuen Garten in Potsdam, liegt ein beschauliches Einfamilienhausquartier, dessen Bild vor allem von herrschaftlichen Villen geprägt ist. Die gesetzlichen Vorschriften sind in diesem bauhistorischen Kontext sehr streng. Es war eine einmalige Chance, dass in unmittelbarer Nähe des Neuen Gartens und des Schlosses Cecilienhof, durch die Potsdamer Konferenz der Siegermächte nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt geworden, eine Handvoll Grundstücke von den dort üblichen Gestaltungsvorschriften befreit worden sind. So war es nun möglich, einen Baukörper mit ­einem Flachdach zu realisieren.
So erhielt das Architektenteam, bestehend aus Julia Bergmann und Timm ­Kleyer von kleyer.koblitz.architekten aus Berlin, die reizvolle Aufgabe, ein Haus zu entwickeln, das sich an bevorzugter Lage nicht an örtliche Baugesetze halten muss.
"In dem historischen Kontext nimmt sich der strenge Wohnkubus durch grösstmögliche Neutralität zurück." nimmt die Projektleiterin Julia Bergmann den Grundgedanken des Hauses auf. Das kompakte Einfamilienhaus, das als flexibler Stahl-bau ausgeführt wurde, ist mit einer dunkelbraunen Membran aus Kunststoffgewebe überzogen. Diese textile Haut prägt den zurückhaltenden Ausdruck, lässt den Baukörper vollkommen abstrakt erscheinen und verleiht dem Haus eine gewisse Leichtigkeit. Das Kunststoffgewebe ist auf Aluminiumrahmen aufgezogen. Diese grossflächigen Fassadenelemente können teilweise verschoben werden. So entdeckt man erst auf den zweiten Blick das Innere des Hauses.

Die zurückhaltende Gestaltung des Äusseren setzt sich auch im Inneren fort. Alles ist in erhabenes Weiss getaucht: Wände, Decken, fugenloser Polyurethanboden wie auch die ganze Tragstruktur. Einen erfrischenden Gegenpunkt setzt die Verkleidung der Box aus Seekiefer. Das Berliner Architektenteam hat die Chance genutzt und entwickelte einen klaren, zurückhaltenden Baukörper, der von der ausgeklügelten Fassadenkonstruktion lebt und im Innern mit einem komplexen Raumgefüge sowie einer flexiblen Grundrissgestaltung aufwartet.

Fotos: Thorsten Klapsch

Ein neues Kapitel

Sempach, Schweiz

Ein Haus in der Altstadt sollte es sein, kein «gesichts- und geschichtsloser Neubau». Ausserdem «wollten wir uns aktiv am Bau beteiligen und nicht einfach in ein fertiges Haus einziehen», so die Bewohner des umgebauten Altstadthauses in Sempach, Schweiz. Trotzdem war sich die Bauherrin gar nicht sicher, als sie das enge, dunkle Haus mit den tristen Räumen zum ersten Mal betrat. Doch ihr Mann, aus­gestattet mit viel handwerklichem Geschick und Erfahrung im Umbau, war zuversichtlich. Zudem holte sich die Bauherrschaft mit Pius ­Müller einen Architekten an ihre Seite, der das Gebäude bereits kannte; zehn Jahre zuvor hatte er das Nachbarhaus umgebaut und erweitert.
Von der Gasse aus ist zunächst nicht zu erkennen, dass sich hinter der Putzfassade ­etwas Neues verbirgt. Denn die Fassade wurde samt Fensterläden belassen, und die Fenster selbst fallen dank der Sprossen nicht als neu auf. Etwas verwirrend ist der Eingang: Er scheint im Nebenhaus zu liegen. Dies ist Teil der Geschichte des Hauses, welches als mittleres einer Dreiergruppe über die Zeit mit seinen Nachbarn zusammengewachsen ist.
Beim Umbau war es der Bauherrschaft und dem Architekten wichtig, ein baubiologisch und energetisch gutes Haus zu errichten. Alle Fenster verfügen neu über eine Dreifachisolierverglasung, die Aussenwände über eine bis zu 30 Zentimeter starke Dämmung. Das Dach wurde ebenfalls neu gedämmt, wozu es ­angehoben werden musste. Auch entlang der Brandmauern zu den Nachbarn wurde eine Holzständerkonstruktion mit einer 10 Zentimeter starken Dämmung eingezogen. So besitzt das Haus eine sehr gute Hülle, die in etwa den Anforderungen an den Schweizer Minergie-Standard (s. Factsheet) entspricht. Über eine kontrollierte Lüftung, die zum Erreichen des Minergie-Standards notwendig wäre, verfügt das Haus jedoch nicht. Geheizt wird mittels Fernwärme der Korporation Sempach. Im Wohnraum im Dach­geschoss gibt es zudem einen Holzofen.
Mit dem neuen Anbau hat Pius Müller das Altstadt-Ensemble auf raffinierte Weise weiter zusammenwachsen lassen: In der Höhe sind die drei Anbauten abgetreppt und die Fassaden leicht gedreht, sodass eine Fächerung entsteht. Der zweigeschossige Anbau mit Holzfassade fügt sich gut ein und dominiert das alte Haus nicht. Der respektvolle Umgang mit Gebautem ist für Pius Müller substanziell: «Jeder Ort hat es verdient, angeschaut zu werden und dass eine gute Lösung für ihn gefunden wird.»

Die mittelalterliche Holzkonstruktion zieht sich vom Erdgeschoss bis zum Dach. So ist das alte Haus auf allen Geschossen spürbar. Die massgefertigte Küchenzeile ist genau unter die Dachschräge eingepasst.

Fotos: Börje Müller

Erneuerbare Energien

Holz

Holz ist ein CO2-neutraler und klimafreundlicher Brennstoff, der beständig nachwächst. Wer mit Holz heizt, sollte allerdings bedenken, dass entsprechender Lagerraum zur Verfügung stehen muss. Dank moderner Technik sind auch Holzheizungen schadstoffarm und weisen Wirkungsgrade von rund 90 Prozent auf. Holz wird als Stückholz, als Holzpellets oder als Holzschnitzel eingesetzt. Die klassische Art zu heizen, ist das Stückholz; der Verbrennungsprozess ist heutzutage auch in einfachen Öfen mechanisiert. Holzschnitzel werden vor allem in grossen Gebäuden, Industriebetrieben und Nahwärmenetzen eingesetzt. Pellets werden seit 1998 zum Heizen verwendet. Die kleinen, 5 bis 45 Millimeter langen, zylinderförmigen Stäbchen, die aus getrocknetem und gepresstem Sägemehl und Hobelspänen bestehen, weisen eine 1,5- bis 2-mal höhere Dichte auf als Stückholz und hinterlassen beim Verbrennen nur wenig Asche. 2 Kilogramm Holzpellets erzeugen bei der Verbrennung dieselbe Energie wie 1 Liter Heizöl. Pellets werden in Pelletöfen und in Pelletzentralheizungen eingesetzt. Pelletöfen bringen das Feuer in den Wohnraum. Sie werden an den Kamin angeschlossen und fungieren in gut isolierten Gebäuden sogar als Hauptheizung, sonst als Ergänzung zur Zentralheizung. Pelletzentralheizungen, die bereits ab einer regulierbaren ­Leistung von 3 Kilowatt angeboten werden, werden mittels einer Transportschnecke oder eines Vakuum-Transport­systems mit dem Brennstoff versorgt.
Weiterführende Links:
www.depi.de
www.depv.de
www.energiefoerderung.info
www.holzenergie-link.de
www.umweltbundesamt.de

Buderus «Logano S261»

Der Holzvergaserkessel «Logano S261» erreicht einen Wirkungsgrad von bis zu 93 Prozent und bedient mit den Leistungsgrössen von 18, 20, 30 und 40 kW unterschiedliche Anforderungen. Das Füllraumvolumen ist grosszügig dimensioniert und für Holzscheite mit bis zu einem halben Meter Länge geeignet. Bei maximaler Füllung werden Dauerbrandzeiten von bis zu acht Stunden erzielt.

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Eine Seele aus Holz

Schweiz

Fernab von Lärm und Hektik, hoch über dem Brienzersee und mit Blick auf die Berner Alpen haben Ana und Andreas Hauri ihr ganz persönliches Paradies gefunden: ein Chalet aus den 1970er-Jahren, das ein Schnitzer für sich und seine Familie errichtet hatte. Klein, aber fein. Gemütlich, traditionell und mit viel Holz. Auf der Suche nach einem Rückzugsort stiessen sie auf ein Inserat für das besondere Chalet. Gleich bei der ersten Besichtigung war klar, dass dies genau das Richtige für die beiden ist.
Sobald man das Chalet betritt, spürt man die selbstverständliche Einheit zwischen dem Holzhaus und seinen Bewohnern. Es ist, als hätte das Haus geradezu auf Ana und Andreas gewartet. «Wir geniessen jeden Tag hier draussen», sagt Andreas Hauri. «Natürlich gab es zunächst jede Menge Arbeit. Aber es war eine schöne Aufgabe, die immer ­wieder für Überraschungen sorgte.»
Gemeinsam mit dem Innenarchitekten Daniel Truffer von Wohnbedarf Basel hat das Ehepaar Hauri sich an den nicht ganz einfachen Umbau gewagt. Das Trio war bereits ein eingespieltes Team, kannte es sich doch schon von einem anderen Projekt. Das Vertrauen zueinander war somit gross; ein Glücksgriff für ein Bauprojekt. «Bei der ersten Besichtigung war ich sehr beeindruckt von den Schnitzereien», sagt Daniel Truffer, «diese zu erhalten und durch den Umbau wenn möglich sogar noch in ihrer Wirkung zu erhöhen, war mir sehr wichtig.» Die zweite grosse Aufgabe war die Raumeinteilung. Das Chalet, das zuvor als Wohn- und Arbeitsstätte gedient hatte, sollte nun in ein reines Wohnhaus umgenutzt werden.

Eine Verjüngungskur erhielt auch die Haustechnik. Die Wärmeerzeugung wie auch die Verteilung sind komplett neu eingebaut worden. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt das Haus, das vorher mit Holz beheizt wurde, mit Wärme. Solarpanels auf dem Dach erwärmen das Wasser. Das Chalet hat durch den Umbau die Chance auf ein neues, frisches Leben erhalten. Mit Ana und Andreas Hauri hat es neue Bewohner ­gefunden, die seine Qualitäten und den künstlerischen Wert zu schätzen wissen.

Fotos: Bruno Helbling

Zauber der Flammen
Gemütliche Stunden und wohlige Wärme – die neusten Kamine und Ofenmodelle überzeugen durch technische Raffinessen, verschiedene Funktionen und durch ihr Design.

Die Front von "accent 5" ist individuell gerostet. Der Kamin ist drehbar und mit Schiebetüren aus Stahl und Glas zu verschliessen.
www.accent-kamine.de

Ausführlich im PDF-Format

 


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